
„Show me the money“: KI-Einsatz im Jahr 2026
Stand: 06.01.2026 09:00 Uhr
Künstliche Intelligenz hat inzwischen einen hohen Reifegrad erreicht. Für Unternehmen steht daher 2026 nicht länger die Technologie im Fokus, sondern es geht um belastbare ROIs und Datensouveränität. Ausprobieren war gestern. Die beiden VIER-Experten Carsten Fiegler und Daniel Krantz wissen mehr!
Für 2026 gilt: Die Tage der KI-Experimente sind abgelaufen. KI muss sich im operativen Kundenkontakt mit messbaren ROIs und skalierbarer Servicequalität bewähren. Die Unternehmen legen großen Wert auf Datensouveränität und Compliance beim KI-Einsatz. Die nächste Evolutionsstufe intelligenter Automatisierung sind Multiagent Systems (MAS), die als verteilte KI-Agenten autonom zusammenarbeiten – während Menschen nur noch bei Gelegenheit eingreifen, wenn es notwendig ist.
Das sind die KI-Trends, die das deutsche Technologieunternehmen VIER prognostiziert:
#1 No More Doubt – Sicherheit als fester Bestandteil von KI-Stacks
Gen AI ist kein Risiko-Spiel mehr. Die Industrie setzt auf Verlässlichkeit, Datensicherheit und Compliance. Angesichts der spürbaren geopolitischen Spannungen verlagern viele Unternehmen bereits jetzt Daten und Workloads weg von globalen Hyperscalern hin in souveräne oder regionale Clouds. Diese so genannte Geopatriation wird sich 2026 noch deutlich verstärken. Datensouveränität wird zu einem strategischen Standortfaktor. Gleichzeitig wird die Digital Provenance, die Herkunft und Integrität von Daten, Modellen und Inhalten, zu einem neuen Wettbewerbsfaktor. Denn Unternehmen benötigen Mechanismen zur Nachverfolgung und Authentifizierung digitaler Assets, um Vertrauen in KI-Systeme sicherzustellen. „Hier kommen AI Security Platforms ins Spiel. Diese neuen Sicherheitsplattformen sichern den gesamten Lebenszyklus von KI-Anwendungen – von Modelltraining und Datenqualität bis zu Richtlinien-Management und Angriffserkennung“, sagt Carsten Fiegler, Vice President Business Communications bei VIER.
#2 Show me the Money – KI bringt echte Kostensenkungen und Effizienzgewinne
2026 zählen Kundennutzen, Effizienzgewinne und belastbarer ROI. Unternehmen investieren nicht mehr in erste Proof-of-Concepts – KI muss sich im operativen Kundenkontakt bewähren. „Die KI-Technologie ist reif. Gen AI ist zuverlässig und kann – wenn strategisch und operativ sauber umgesetzt – für schnellere Bearbeitung, höhere Servicequalität und skalierbare Kapazitäten sorgen. Wer 2026 noch kein messbares Ergebnis vorweisen kann, verliert den Anschluss“, so Daniel Krantz, Vice President AI bei VIER.
#3 Multiagent Systems und der Human in the Loop
2026 erleben wir die nächste Evolutionsstufe intelligenter Automatisierung: Verteilte AI Agents, die autonom wie ein Team zusammenarbeiten. Unternehmen werden durch diese Mulitagent Systems (MAS) komplexe Geschäftsprozesse skalierbarer und resilienter gestalten. „Ihre Arbeit muss nur noch gelegentlich von einem Menschen korrigiert werden“, erwartet Carsten Fiegler. „Mit dem Human in the Loop-Ansatz bleiben menschliches Wissen und Entscheidungsfähigkeit in KI-Prozesse eingebunden.“
Ebenfalls wichtig werden DSLMs, Domain-Specific Language Models, also Branchen- oder funktionsspezifische Sprachmodelle. Sie ersetzen zunehmend generische KI-Systeme, liefern präzisere Ergebnisse, reduzieren Fehlausgaben und ermöglichen regulatorisch sauberes Prompting in sensiblen Umgebungen.
#4 Physical AI - Künstliche Intelligenz verlässt den digitalen Raum
"2026 wird Künstliche Intelligenz den digitalen Raum verlassen", konstatiert VIER Vice President Carsten Fiegler. "Physical AI steuert künftig Roboter, Drohnen und Maschinen in der realen Welt. So verschmelzen IT, OT und IoT zu einer gemeinsamen Intelligenzschicht." Und: Die Software-Entwicklung wird KI-nativ. Plattformen integrieren generative und assistive KI-Funktionen direkt in den Entwicklungsprozess. AI-native Development Platforms werden Produktivität, Qualität und Time-to-Market für Unternehmen deutlich verbessern.
#5 Voice is King – persönlicher, empathischer Telefonservice mit KI
Trotz aller digitalen Kanäle: Der Mensch spricht am liebsten. Telefonie bleibt der wichtigste Servicekanal. AI-gestützte Voice Interfaces verbinden diese Präferenz der Kunden mit moderner Automatisierung. „Speech-to-Speech-Erlebnisse heben den Service auf ein neues Level und machen ihn persönlich, empathisch und sofort verfügbar. So senkt Voice AI die Kundenservice-Kosten deutlich – bei gleichzeitiger Steigerung der Kundenzufriedenheit“, erklärt VIER AI-Experte Daniel Krantz.
Autorin:
Susanne Feldt
Corporate Communications
VIER