
.. und was, wenn morgen die US-Cloud wegfällt?
Stand: 05.03.2026 09:00 Uhr
Mehr als die Hälfte aller deutschen Unternehmen wäre ohne amerikanische Cloud-Dienste nicht arbeitsfähig. Doch die Zeiten sind zu unsicher, als dass es dabei bleiben darf. Es ist dringend Zeit für europäische Cloud-Souveränität!
Ein Appell von VIER CEO Rainer Holler.
Es ist kein schöner Gedanke, aber stellen Sie sich vor, morgen früh schalten die USA einfach Amazon, Google und Azure in Europa ab. Klingt nach Verschwörungstheorie? Ist es leider nicht. Nicht mehr. Ganz ehrlich, wer sich in den letzten Wochen und erst recht in den vergangenen Tagen intensiv mit der geopolitischen Lage beschäftigt hat, dem wird immer klarer: Wir haben ein riesiges Problem. Und das ist NICHT nur ein IT-Problem.
Bereits der letzte Bitkom Cloud Report von 2025 zeigt es schwarz auf weiß:
Mehr als die Hälfte aller deutschen Unternehmen wäre ohne amerikanische Cloud-Dienste also nicht arbeitsfähig. Sie haben nicht einmal eine Fallback-Lösung. Also nichts.
Weitergedacht: Venezuela. Grönland. Iran… Bedrohungsszenarien und Krisenherde wachsen gefühlt stündlich, Drohungen werden Teil der normalen Kommunikation, der Ton wird rauer, Verhaltens- und Entscheidungsmuster zunehmend erratisch. Was, wenn die USA morgen mal eben beschließen, dass europäische Unternehmen nicht mehr auf ihre Dienste zugreifen dürfen? Als Druckmittel für irgendwas oder einfach, weil sie es können.
Ob so etwas geschieht, ist keine Frage mehr, sondern nur noch, wann. Meine Meinung dazu ist: Wir alle brauchen einen Plan B. Wir brauchen JETZT mindestens eine Fallback-Lösung. Eine? Nein! DIE europäische Cloud-Strategie. Und ja, natürlich sage ich das auch, weil VIER eine deutsche Cloud betreibt oder alternativ auch deutsche Lösungen on Premise zur Verfügung stellt. Aber der entscheidende Punkt ist: Unabhängig von US-Hyperscalern zu werden, ist jetzt der einzig richtige Weg. Und wir sollten ihn besser heute als morgen beschreiten.
Autor:

Rainer Holler
CEO
VIER